RatgeberSprache und Ankommen
Was bedeutet B2 in der Pflege wirklich?
B2 ist die Sprachschwelle, ab der die Anerkennung als Pflegefachkraft überhaupt möglich wird. Für den Stationsalltag reicht allgemeines B2 aber nicht: Es braucht die Fachsprache für Übergabe, Dokumentation und das Gespräch mit Angehörigen. Wer beim Sprachniveau abkürzt, verlagert das Problem auf die Station.
Was das Zertifikat sagt und was nicht
Ein B2-Zertifikat belegt, dass jemand komplexe Texte versteht und sich spontan und fließend verständigen kann. Das ist viel. Es sagt aber nichts darüber, ob jemand eine Übergabe versteht, in der drei Abkürzungen pro Satz vorkommen, oder ob er die Nuance zwischen „es geht ihr besser“ und „sie ist stabil“ trifft.
Warum Fachsprache dazugehört
Pflege hat eine eigene Sprache, die in keinem allgemeinen Sprachkurs steht. Dokumentation, Wundbeschreibung, Medikamentennamen, der Umgang mit Angehörigen in einer belastenden Situation: Das sind erlernbare Fertigkeiten, aber sie müssen unterrichtet werden.
Deshalb lernen unsere Fachkräfte nach der Vertragsunterschrift im Pre-Departure-Kurs die Pflegefachsprache. Die telc-Prüfung nimmt unser eigenes Prüfungszentrum ab. Damit hängt der Prüfungstermin nicht an freien Plätzen bei Dritten. Genau daran scheitern in der Praxis oft die Termine.
Was das für Ihre Einrichtung heißt
Den Unterschied merken Sie in der ersten Woche. Eine Fachkraft, die die Übergabe versteht, ist ab Tag eins ein Teammitglied. Eine, die nur nickt, bindet über Monate Kapazität, die Sie nicht haben.
Fachlich geprüft von der staatlich anerkannten Lernwerkstatt Pflege
Häufige Fragen dazu
Reicht B1 nicht auch?
Für die Anerkennung nicht. B2 ist die Anforderung im Verfahren. Sie ist fachlich begründet: Wer die Übergabe nicht sicher versteht, kann nicht sicher arbeiten.
Wie lange dauert es bis B2?
Rund ein Jahr. Die Fachkräfte lernen Deutsch bis B2 in unserer Sprachschule im Herkunftsland, bevor Sie sie kennenlernen. Ohne B2-Zertifikat stellen wir niemanden vor. Nach der Vertragsunterschrift folgt im Pre-Departure-Kurs die Pflegefachsprache.
Wer bezahlt den Sprachkurs?
Der Arbeitgeber, über die monatliche Zahlung an uns. Für die Fachkraft entstehen keine eigenen Kosten, so sieht es das Employer-Pays-Prinzip vor.
Noch Fragen zu Ihrem Fall?
Wir erklären es Ihnen am Telefon. Das Gespräch ist unverbindlich, ein Angebot machen wir nur, wenn Sie eines möchten.
